Duo Feric/Hengst vereint Pop-Art und Heimatidyll
Künstlerisch "gibt es uns nur im Doppelpack", sagen Natalija Feric und Timo Hengst wie aus einem Munde, lachend und gleich wieder ernst, denn ihnen geht es ums "leidenschaftlich-gemeinschaftliche Kunstschaffen". Oft tage- und nächtelang mit blassen Gesichtern, hochmotiviert und hingebungsvoll dem Ziel entgegen: "Pop-Art und Heimatidyll vereinen".
Natalija Feric, kroatischer Abstammung, und Lebensgefährte Timo Hengst, beide 28 Jahre jung, malen Gesichter von Filmidolen aus den 50er-, 60er- & 70er-Jahren unter Bollenhüte, kleiden sie malerisch in volkstümliche Schwarzwälder Trachten - lebensgroß, lebensecht, poppig, aber keineswegs artig.
Geboren in Klassikern
Ideen werden geboren beim hineinspüren in alte Filmklassiker: Filmdialoge seien für ihre Arbeit genauso wichtig wie das verinnerlichen von Szenen, sagen er mit wachem Blick unter Franzosenkappe und sie mit dunklen, tiefgründigen Augen. Sie tauschen sich beim Filmestudieren in "kreativen Hintergrundgesprächen aus", schon "geht der Stil ins Gemälde über". Am liebsten würden beide in dieser von Kult und Mythos geprägten Zeit leben. Marlene Dietrich, Audrey Hepburn, Marilyn Monroe oder James Dean - alle von damals zählen in die Kunst- und Kultwelt der beiden Pop-Art-Künstler.
Der Erfolg gibt ihnen den kick, auf dieser Schiene weiterzumachen. Vor allem Interessenten aus Amerika, England und Schweden sind offen für diese effektvolle Schmunzelkunst. Kennzeichnend für das zielstrebige Doppelpack ist der hohe Anspruch an perfekte, wohldurchdachte Darstellung - spannender als jede Kuckucksuhr.
Vor fünf Jahren lernten sie sich kennen. Sie war Hotelfachfrau mit Berufserfahrung im Europa-Park. Er hatte in seiner vierjährigen Bundeswehrzeit einen Einsatz im Kosovo hinter sich. Beider Leben war geprägt von Leidenschaft zur Malerei in jeder freien Minute. Sie fusionierten nicht nur als Paar, sondern erklärten fortan ihren Lebenssinn im gemeinsamen Malen, ohne nachzudenken, ob der Lebensunterhalt gesichert sei. Aus anfänglich schnell gemalten Bildern (Kohle, Acryl) ist ein unverwechselbarer Malstil entstanden, der nach entbehrungsreichen Zeiten zum festen Standbein mit Sitz in Offenburg geworden ist.
-Susanne Vaternahm, freie Journalistin-